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Skulptur/ 2011
120 x 60 x 60
Stahl, Rollen, Autolack, Klebeschrift
160 x 60 x 60
Mdf, Gips, Stahl, Baumstumpf, Marmor, Frisbee













Viel ist vom Gespann des Wagenlenkers von Delphi (um 470 v. Chr.) nicht erhalten. Wenige Zügel hält der Roßführer einhändig in der einzig verbliebenen Hand. Auf Abbildungen unterschiedlicher Zeit variiert deren Anzahl und Reihung. Die Nachbildung der Zügel aus Metall sind mit kraftfahrzeugttypischen Metalliclack gefärbt und werden lose von einem fahrbaren Dreibeingestell gehalten, wobei ihre Anordnung auch beliebig ist. Die dazugehörende Schriftarbeit „Drive-In Arena“ an der Wand ist gesetzt in einer Capitalis ähnlichen Type, der ersten lateinischen Schrifttype. Wichtig hierbei, ist die sprachliche, groteske Kombination aus dem englischen Drive-In und dem aus dem lateinisch stammenden Arena, dem sandbedeckten Platz zum Austragen von Wettkämpfen, Theateraufführungen und kultischen Handlungen. Auch heute werden noch Austragungsorte von Sportveranstaltungen als Arena bezeichnet, aber vor allem im Bereich der Konsumarchitektur tauchen Bezeichnungen antiker Architekturen auf, wie etwa Atrium für Shoppingmals. Drive-In Arena ist die Bezeichung einer deutschen Baumarktkette für ein Baustofflager, das vom Kunden direkt mit dem Wagen befahren werden kann. Auch der Diskobol hat eine Skulptur der klassisch-griechischen Antike zum Vorbild, der Diskuswerfer von Myron, eine Bronze ebenfalls aus dem 5 Jhr. v. Chr., die nur noch in Form zahlreicher römischer Marmorkopien erhalten ist, deren Materialität sich entgegen der dynamischen Leichtigkeit der kontrapostisch gehaltenen, sportlichen Bewegung verhält. Der Lessingsche „fruchtbare Moment“ konkurriert mit den ‘Krücken’ des Marmors, den Stützen der Skulpturen, die mal definiert als Stamm, mal in unbestimmt Form auftreten.