CHRISTIN KAISER
INFO
KONTAKT

WORKSHOW
Light it up as you go along
Gone with the Wind
Richtfest
Richtfest (audio)
Smart Body
Körperausschaltung
Es beginnt vor der Tür
Eine sorgenfreie Zukunft
Jardinière Grand Confort
Trainciné
Pult (I Am A Camera)
Ein-/Aus-Taste
Wenn man bedenkt, ...
Frau Jenny Kaiser oder ...
Foever Young
Perchten
Morgenländisches Alpenland
Das Souvenir
Every Air
Bin gleich Arkadien
Zelt "Poussin" (Kat-Nr.144)
Wagenlenker & Diskobol
Brot und Spiele
Die Wiege des Handwerks
Betty
Canova Home
Billo-Box
Quando San Remo Porta Il Lutto
Rosa
Wohnungsfotografie
Follows Klotz
Christin Kaiser fotografiert nicht mehr

PRINT / ARTISTS' BOOKS / EDITIONS
Helibo Seyoman
Richtfestheft
Richtfest - Villa im Zoo 1
Eine sorgenfreie Zukunft
Jardinière Grand Confort
Ein-/Aus-Taste
Stocknagel
AlfredR***P09





Skulptur/ 2011
103 x 90 x 145 cm /
Mdf, Acrylglas, Lack, Kunstleder, Rundstahl, Fahrradgriffe, Sonnensegel, Glas
4 Beamerprojektionen














Ausstellungsansicht »Arbeiterfotografie«Galerie Flut, Bremen


aus Diashow »DESSAU-TÖRTEN«
aus Diashow »WALTER UND CHRISTIANE«


Der hohe ästhetische Anspruch des Bauhauses für den neuen Menschen der Zukunft, den Arbeiter zu planen war gleichzeitig ein erzieherischer Anspruch an den Arbeiter und stand im Kontrast mit der Lebenswirklichkeit. Was geschieht beim Zusammentreffen von Formwillen des Gestalters, des Architekten und Designers und dem Lebenswillen der Menschen, für die entworfen wird, deren Bedürfnissen, der Realität? Oftmals tut sich hier ein Widerspruch auf, der seit dem Bauhaus und dem Aufkommen von Industriellem Design und Bau zu beobachten ist. Die für das geschulte Auge wahrnehmbare Formschlichte und Eleganz von anerkanntem Design, Gestaltung, Architektur wird oftmals als Leere wahrgenommen, die durch Umbau und Imitat durch die Konsumenten gefüllt wird. Genau hier wird der vom Bauhaus idealisierte Handwerker zum Heimwerker. Im Zuge dessen entstand die schubkarrenartige Skulptur, die eine Bauhaus-Kinderwiege aus dem Jahre 1923 von Peter Keler zitiert. Der gelebte Widerspruch von high und low wird zudem in den vier Projektionen der Installation thematisiert, die diesen an unterschiedlichen Orten aufspüren: »DESSAU-TÖRTEN«(1) Arbeitersiedlung (1926 - 28) von W. Gropius, die bereits ab den 30er Jahren starken Umbau durch die Bewohner ausgesetzt war. »WALTER UND CHRISTIANE«(2) Gropiusstadt in Berlin, anfänglich von W.Gropius in den 60ern konzipiert, war desolate Heimat von Christiane F., welche die Siedlung in ihren Kindheitsschilderungen immer wieder erwähnt. Kombination aus Textpassagen und Fotografien von Heute. »MENSCHEN IM 21. JAHRHUNDERT - DER HANDWERKER«(3) Referenz zu August Sanders Portraitserie. Internetrecherche zu den von Sander portraitierten Berufsständen, wie sehen handwerklich arbeitende Menschen heute aus und welche Rückschlüsse gibt die Physiognomie auf den ‘Stand’. »FROM BAUHAUS TO OUR HOUSE«(4) Ein Spaziergang durch die Jahrzehnte, vom Bauhaus-Dessau, über Plattenbauten der DDR, zum Heimwerkerparadies Bauhaus-Baumarkt in Dessau, bis zur traurigen Neuinterpretation preiswerter Einfamilienbauten im Stil des Neuen Bauens nach W. Gropius.